Noch ein JA zum LEBEN! – Kira Grünberg

Ein kurzer Moment kann das ganze Leben verändern… Bei Kira Grünberg war es der 30. Juli 2015. Die junge, ambitionierte Stabhochspringerin stürzte im Training schwer – die schockierende Diagnose für die damals erst 21-jährige Tirolerin: Querschnittlähmung.

kira grünberg
Kira Grünberg hat ihre frohe Natur durch ihren Unfall nicht verloren. / Foto: Kinderguide

Wer sich jetzt eine schwermütige, traurige oder niedergeschlagene Frau erwartet, der hat noch nie Kira Grünberg erlebt. Immer ein Lächeln auf den Lippen und ganz viel authentische Positivität. Wir haben diese sympathische Frau getroffen und sie gefragt, wie sie es geschafft hat „trotzdem JA zum Leben zu sagen“?

Kira Grünberg: „Ich versuche immer auf das zu schauen, was ich schon kann. Nicht auf das, was ich nicht kann. Dann kann man auch über Kleinigkeiten hinwegsehen. Ich arbeite außerdem immer daran, mir neue Ziele zu setzen. Auch meine Familie und mein engstes Umfeld sind mir immer eine sehr große Stütze und helfen mir dabei, positiv durchs Leben zu gehen, auch wenn es mal nicht so läuft wie geplant. Deshalb genieße ich jeden Tag mit meiner Familie und bin über jeden positiven Kontakt mit Menschen dankbar. Zudem schätze ich die Zeit sehr, die ich habe. Seit meinem Unfall ist mir bewusst geworden, dass es jeden Moment vorbei sein kann. Aus diesem Grund versuche ich so viel wie möglich aus meiner täglichen Zeit herauszuholen und jeden Tag aufs Volle auszuschöpfen. Das trägt dazu bei, dass ich immer mit einem zufriedenen Gefühl schlafen gehe.“

Sie sitzen inzwischen als Sprecherin für Menschen mit Behinderung für die ÖVP im Nationalrat. Was wollen Sie erreichen oder verändern?

Kira Grünberg: „Mein Ziel ist, dass Menschen mit Behinderung dieselben Chancen in ihrem Leben erhalten, wie Menschen ohne Behinderung und sie das Leben führen können, das sie sich vorstelen. Nach meinem Unfall ist mir erst so richtig bewusst geworden, wie viele Barrieren es in unserer Gesellschaft nach wie vor gibt. Dabei geht es in erster Linie nicht unbedingt um bauliche Hindernisse, sondern vor allem darum, dass Menschen mit Behinderung viel zu oft nicht die gleichen Chancen erhalten. Sei es im Beruf, in der Schule oder auch im Sport – bei der Chancengleichheit gibt es nach wie vor viel zu tun. Ein konkretes Ziel zum Erreichen dieser Möglichkeiten ist die Schaffung bundeseinheitlicher Regelungen zur Persönlichen Assistenz in allen Lebensbereichen.“

„Das Leben ist es immer wert, das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen!“

Kontakt:
KIRA GRÜNBERG Anfragen jeglicher Art
bitte an: relations@kiragruenberg.com
www.kiragruenberg.com
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