Ein JA zum LEBEN! – Kinder-Guide

Ein kurzer Moment kann das ganze Leben verändern… Bei Barbara Pachl-Eberhart war es der 20. März 2008. An diesem Gründonnerstag verlor sie ihren Mann und die beiden kleinen Kinder bei einem Verkehrsunfall.

Wer sich jetzt eine schwermütige, traurige oder niedergeschlagene Frau erwartet, der hat noch nie Barbara Pachl-Eberhart erlebt. Immer ein Lächeln auf den Lippen und ganz viel authentische Positivität. Wir haben diese sympathische Frau getroffen und sie gefragt, wie sie es geschafft hat „trotzdem JA zum Leben zu sagen“!

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Barbara Pachl-Eberhart ist in alledem eine fröhliche Frau. / Foto: Nina Goldnagl

Barbara Pachl-Eberhart: „Ich versuche das Wort „trotzdem“ zu vermeiden. Für mich bedeutet dieses Wort, dem Geschehenen zu trotzen, stärker sein zu müssen. Ich sage lieber in alledem: in alledem auch das Gute sehen. Ich erzähle es aus meiner Geschichte heraus. Die Tage im Krankenhaus, als mein Mann bereits verstorben war und ich meine beiden Kinder im Koma begleiten, und mehr und mehr realisieren musste, dass nicht nur mein Sohn, sondern auch meine Tochter, bei der ich bis zuletzt noch gehofft habe, sterben wird. Das ist von außen betrachtet die schlimmste Zeit, die man als Mutter nur haben kann. Gerade in dieser Zeit ist mir so viel Kleines, Wunderbares und Hoffnungspendendes geschehen. Ich erinnere mich an die Wärme des Waschlappens, den ich bekommen habe, um meine Tochter nach dem Sterben zu waschen. Die Schwester hat sich die Mühe gemacht mir warmes Wasser zu bringen. Auch das Schlimmste war so durchtränkt von Menschlichkeit an allen Ecken.
Ich glaube, das Größte, das wir einem Schicksal entgegenhalten können, ist die Menschlichkeit. Darunter verstehe ich die beste Variante, zu der der Mensch in der Lage ist; zu Herzlichkeit, zu Empathie, zu Freundlichkeit, zu Achtsamkeit in den kleinen Dingen, in der bewussten Wahl von Worten, in der Behutsamkeit.
Ein Aspekt, an den man oft nicht denkt, wenn einen so ein Schicksal trifft und man so verwundet ist – wie offen man für die kleinen Gaben des Augenblicks wird. So muss man sich Schicksale nicht nur als etwas Schreckliches vorstellen, sondern auch als etwas, das einen empfänglich machen kann – für vieles kleines Gutes im Leben!“

Sie lächeln sehr viel! Was ist Ihr Geheimnis?

Barbara Pachl-Eberhart: „Ich entdecke an jedem etwas Liebenswürdiges und das macht mich froh und leicht. Ich freue mich über jeden Augenblick, in dem mich Kreativität erfasst, und über jede Gelegenheit zu lachen – am liebsten über Kleinigkeiten.“ – „Ich möchte immer berührbar bleiben.“

Bücher von Barbara Pachl-Eberhart:

Kontakt:
Barbara Pachl-Eberhart – Verwandlungen aller Art
Büro: Petra Kunesch
Tel. 0664 400 30 63
Mail: office@barbara-pachl-eberhart.at
www.barbara-pachl-eberhart.at

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